
ich schaue mich in meiner Eigenschaft als Chefredakteurin natürlich immer besonders kritisch um, wenn ich zum Arzt gehe. Letzte Woche war ich einmal positiv überrascht: In der Praxis war der „Bär los“, wie man so schön sagt. Vor mir eine lange Schlange von Patienten, die nach und nach von den zwei Kolleginnen am Empfang aufgenommen wurden. Ich befürchtete schon eine längere Wartezeit und war dann überrascht, wie schnell es ging, bis ich dran war, um mich vorzustellen. Und noch während ich meine Garderobe ablegte, überlegte ich, warum das eben so schnell ging und trotz der vielen Leute so ruhig ablief.
Des Rätsels Lösung: Es war gar kein Telefon am Empfang. Die Telefonzentrale war separat in einem kleinen Büro nebenan. Das ist sicherlich nicht in jeder Praxis realisierbar, wenn aber doch, ist es eine sehr patientenfreundliche Lösung. Sollte es organisatorisch oder räumlich nicht möglich sein, Empfang und Telefon zu trennen, empfehle ich, in den Hauptzeiten wenigstens zwei Kolleginnen am Empfang zu haben. Dann kann eine im Fall eines Anrufs das Telefon bedienen und die andere sich in Ruhe den Patienten widmen.
Viele gute Ideen für die perfekte Praxisorganisation im Sinne der Patienten und des Teams wünscht
Ihre Heidrun Polegek
Chefredakteurin Arzthelferin Exklusiv